Google Maps Listen: unschlagbar für Orte, schwierig für alles andere
Deine Liste „Will ich hin“ hat 180 Sterne über die halbe Stadt verteilt. Beim Rezept aus dem Reel und dem Museumstipp aus dem Chat hilft sie dir kein Stück.
Soll ich von Google Maps Listen weg?
Nein, und das meinen wir ernst. Für Orte gibt es nichts Besseres. Maps kennt Öffnungszeiten, Bewertungen, Fotos und den Weg dorthin. Wenn du gleich losfährst, ist Maps die App, die du aufmachst, und daran ändert Swiva nichts.
Der Punkt ist ein anderer: In einer Maps Liste kann nur stehen, was eine Adresse hat. Das Rezept, der Podcast, die Sportart, die ihr ausprobieren wollt, der Ausflug, den jemand im Gruppenchat vorgeschlagen hat, all das passt da nicht rein. Deshalb liegen eure Ideen am Ende an vier Stellen.
So arbeiten Maps und Swiva nebeneinander
Das hier ist kein Umzug. Es ist eine Arbeitsteilung, und sie funktioniert nur, wenn du sie einmal bewusst festlegst.
- Schritt 1
Lass Maps die Orte behalten, an denen du oft bist
Der Supermarkt, die Werkstatt, der Zahnarzt, das Stammlokal. Das sind Navigationsziele und keine Ideen. Die haben in einer Ideenliste nichts verloren.
- Schritt 2
Geh deine „Will ich hin“ Liste einmal durch
Bei 180 Einträgen sind erfahrungsgemäß 20 noch echt. Der Rest sind Orte aus einem Urlaub, geschlossene Läden und Dinge, die du dreimal gespeichert hast.
- Schritt 3
Teil die echten an Swiva
Ort in Maps öffnen, Teilen, Swiva auswählen. Der Ort kommt mit Adresse rüber, und du schreibst dazu, warum du hinwillst und mit wem.
- Schritt 4
Pack die Sachen ohne Adresse dazu
Das Rezept, der Kurs, die Ausstellung, die noch kein Datum hat. Erst wenn die neben den Orten liegen, ist es eine Liste, aus der ihr wirklich auswählen könnt.
- Schritt 5
Für die Navigation gehst du zurück zu Maps
Habt ihr euch entschieden, öffnest du den Ort wieder in Maps und fährst los. Swiva ersetzt keine Karte und versucht es auch gar nicht.
Maps Listen und Swiva nebeneinander
Weniger ein Vergleich als eine Aufgabenteilung.
| Worum es geht | Google Maps Listen | Swiva |
|---|---|---|
| Was reinpasst | Alles mit einer Adresse | Orte, Rezepte, Aktivitäten, Kurse, eigene Einfälle |
| Öffnungszeiten und Bewertungen | Direkt am Ort, immer aktuell | Nicht enthalten, dafür gehst du zu Maps |
| Navigation | Der Grund, warum es Maps gibt | Gibt es nicht |
| Größe einer Liste | Google nennt 3.000 Einträge, darüber kann die Anzeige kippen | Listen sind auf Anlässe zugeschnitten, nicht auf Masse |
| Gemeinsam bearbeiten | Geht, hängt aber am Freigabelink | Einladung ins Konto, unabhängig vom Link |
| Auswählen | Karte oder Liste durchgehen | Durch die Liste swipen |
Wo Maps Listen klar besser sind
Wenn du in zwanzig Minuten dort sein willst
Öffnungszeiten, aktuelle Auslastung, Bewertungen und die Route in einem Schritt. Keine Ideen-App der Welt kann das ersetzen, und Swiva versucht es nicht.
- Passt gut, wenn:
- Ihr habt euch schon entschieden und wollt los.
- Eher nicht, wenn:
- Ihr wisst noch nicht, was ihr überhaupt macht.
Auf Reisen mit vielen Orten
Eine Liste für Lissabon, alle Punkte auf einer Karte, und du siehst sofort, was in der Nähe deines Hotels liegt. Diese räumliche Ansicht ist Maps' echte Stärke.
- Passt gut, wenn:
- Die Frage ist, was in der Nähe liegt.
- Eher nicht, wenn:
- Die Frage ist, worauf ihr Lust habt.
Als Adressbuch für Orte
Der Laden, bei dem du zweimal im Jahr etwas abholst. Dafür brauchst du keine Notiz und keinen Kontext, nur den Punkt auf der Karte.
- Passt gut, wenn:
- Du brauchst nur den Ort und den Weg dorthin.
- Eher nicht, wenn:
- Du willst wissen, warum du den Ort mal gespeichert hast.
Wo Maps Listen an ihre Grenze kommen
Alles ohne Adresse fällt raus
Ein Rezept, ein Kletterkurs, „mal wieder Schach lernen“, ein Konzert, das noch keinen Veranstaltungsort hat. In einer Maps Liste hat davon nichts Platz, also landet es woanders.
Die Notiz ist zu kurz für den Kontext
Du speicherst einen Ort und weißt sechs Monate später nicht mehr, ob dir das jemand empfohlen hat, ob es teuer ist oder ob du nur reservieren wolltest. Der Stern erinnert sich nicht, warum er da ist.
Geteilte Listen brechen leiser, als du denkst
Wird die Freigabe zurückgenommen oder ändert sich der Link, geht die Liste bei den anderen einfach nicht mehr auf. Das sieht dann aus wie Datenverlust, ist aber nur ein Zugriffsproblem.
Große Listen werden unzuverlässig
Google nennt selbst 3.000 Einträge pro Liste und weist darauf hin, dass größere Listen möglicherweise nicht richtig angezeigt werden. Praktisch wird es lange davor unübersichtlich.
Was Swiva hier nicht kann
Swiva ist keine Karte. Es gibt keine Navigation, keine Öffnungszeiten, keine Bewertungen und keine Anzeige, wie voll ein Lokal gerade ist. Für all das gehst du weiterhin zu Maps, und das ist auch gut so.
Swiva liest deine gespeicherten Orte auch nicht aus deinem Google Konto aus. Du teilst einzelne Orte über das Teilen Menü. Bei 180 Sternen heißt das: einmal durchgehen und die aussortieren, die noch stimmen. Das ist der ganze Aufwand, und danach hast du eine Liste statt eines Sternenhimmels.
Kurz noch geklärt
Kann Swiva meine Google Maps Liste importieren?
Nicht als Ganzes. Swiva verbindet sich nicht mit deinem Google Konto. Du teilst einzelne Orte über das Teilen Menü in Maps, dann kommt die Adresse mit rüber.
Gibt es ein Limit für gespeicherte Orte in einer Maps Liste?
Ja. Google nennt 3.000 Einträge pro Liste und weist darauf hin, dass Listen mit mehr Einträgen möglicherweise nicht richtig angezeigt werden.
Brauche ich dann zwei Apps?
Für den Weg dorthin ja. Die Trennung ist aber ziemlich klar: Maps beantwortet wo und wie komme ich hin, Swiva beantwortet was machen wir überhaupt.
Kann ich eine Liste mit Freunden gemeinsam pflegen?
In beiden Apps, mit einem Unterschied. In Maps hängt der Zugang am Freigabelink, in Swiva lädst du Personen direkt ein und kannst das jederzeit ändern.
Kostet Swiva etwas?
Nein. Swiva gibt es kostenlos für iOS und Android, ohne Werbung und ohne bezahlte Vorschläge in deinen Listen.
Maps bleibt. Die Ideen bekommen einen eigenen Ort.
Zwanzig echte Orte plus alles, was keine Adresse hat, und ihr habt endlich eine Liste.