Essen gehen
Vom Reel ins Restaurant: Warum ich nicht mehr nur ins Stammlokal gehe
Ich hab ein Stammlokal. Wenn ich spontan essen gehen will, lande ich meistens dort. Ich kenn die Karte, das Essen passt, die Entscheidung dauert zwei Sekunden. Was Neues auszuprobieren kostet dagegen ein bisschen Überwindung. Und genau dann fällt mir natürlich kein einziges neues Lokal ein.
Dabei seh ich ständig welche. Auf Instagram oder TikTok taucht ein Restaurant mit einem spannenden Konzept auf, oder jemand isst was, das ich noch nie probiert hab. Da muss ich hin, denk ich mir dann. Früher hab ich das Video gespeichert. Und bin dann trotzdem wieder ins Stammlokal gegangen.
Ein gespeichertes Video bringt mich nicht ins Restaurant
Meine alten Restaurant-Saves auf Instagram und TikTok hab ich mir ehrlich gesagt kaum mehr angeschaut. Gespeichert waren sie schon. Aber wenn ich überlegt hab, wo ich heute hingeh, hatte ich sie einfach nicht im Kopf. Wahrscheinlich liegen da immer noch ein paar richtig gute Adressen herum.
Das Problem: Ich entdeck ein Lokal fast nie in dem Moment, in dem ich Hunger hab. Beim Scrollen bin ich unterwegs oder lieg auf der Couch. Brauchen würde ich die Idee erst ein paar Tage später. Und dann weiß ich nicht mehr, wo ich sie gesehen hab.
Reels, Tipps und das neue Lokal ums Eck
Heute teil ich Restaurant-Links direkt an Swiva, schau kurz über den Entwurf und sammel die Orte in meiner Liste Restaurants & Foodspots. Da landet alles von Instagram und TikTok. Aber nicht jeder gute Tipp kommt mit einem Link.
Manchmal spazier ich durch meine Nachbarschaft und seh: Da hat was Neues aufgemacht. Oder jemand erzählt mir beim Essen von einem Lokal. Solche Tipps trag ich selbst ein. So steht die Entdeckung von der Straße direkt neben dem Reel und der Empfehlung von einem Freund. Woher eine Idee kommt, ist dann eigentlich egal.
Wenn ich essen gehen will, hab ich eine Auswahl
Meine Liste ist mittlerweile lang genug. Noch mehr Restauranttipps brauch ich nicht. Ich muss nur die wiedersehen, die mich schon neugierig gemacht haben, und zwar im richtigen Moment. Dafür swipe ich durch meine Liste.
Eine Idee nach der anderen macht die Entscheidung viel leichter. Ich frag mich nur: Hab ich heute Lust drauf? Ein neues Konzept, eine Küche, die ich nicht kenn, ein Lokal in der Nachbarschaft. Mein Stammlokal bleibt trotzdem eine gute Option. Es ist halt nur nicht mehr die einzige, die mir einfällt.
Wie ich bei Khinkali im Café Ansari gelandet bin
Neulich war ich im Café Ansari in der Praterstraße in Wien und hab georgisch gegessen. Es gab Khinkali, also gefüllte Teigtaschen. Für mich war das komplett neu, und es war richtig gut. Ohne meine Liste wär ich an dem Tag wahrscheinlich wieder ins Stammlokal gegangen.
Genau darum geht's mir bei Swiva: Ich entdeck was, das mich interessiert, und geb mir später die Chance, es auch wirklich zu machen. Ich hab Swiva mit Mona und Kevin gebaut. Das heißt jetzt nicht, dass ich jede gespeicherte Idee umsetze. Aber ich probier öfter was Neues aus als früher.
Die alten Saves dürfen liegen bleiben
Meine alten Instagram-Saves werd ich nicht mehr durchgehen. Ich schau lieber nach vorne. In meiner Swiva-Liste ist eh schon genug drin, worauf ich Lust hab. Und wenn mir ein neuer Spot unterkommt, kommt er einfach dazu.
Falls es dir ähnlich geht und du ständig Lokale entdeckst, die du unbedingt ausprobieren willst: Fang einfach mit ein paar davon an. Mir hilft's, sie dort zu sammeln, wo ich später auch entscheide. Dann scheitert der Weg vom Reel ins Restaurant zumindest nicht mehr an meinem Gedächtnis.
Und wenn ich lieber selber koch?
Dafür hab ich eine eigene Liste: Rezepte zum Ausprobieren. Restaurants und Ideen für die eigene Küche halte ich getrennt, damit ich beim Aussuchen gleich die passende Auswahl vor mir hab. Und für alles, was kein ganzes Gericht ist, gibt's meine Kitchen Experiments.