Wanderungen merken: warum die Tour in vier Apps liegt und keine davon reicht
Du weißt genau, dass du diese eine Runde mit dem Wasserfall gespeichert hast. Die Frage ist nur, in welcher der vier Apps.
Wo sammle ich Wandertouren, wenn ich mehrere Apps benutze?
Die Tourenplaner selbst bleiben. Komoot und Outdooractive haben eigene Sammlungen, alpenvereinaktiv hat Favoriten, und für Höhenprofil, GPS-Track und Offlinekarte ist das jeweils die richtige App. Daran ändert sich nichts, und daran sollte sich auch nichts ändern.
Das Problem liegt eine Ebene darüber. Die Tour aus dem Reel, der Screenshot vom Hüttenzettel, die Empfehlung deiner Schwester und der Zeitungsartikel über die neue Route landen in keiner dieser Apps. Deshalb hast du kein Tourenproblem, sondern ein Verteilungsproblem: Die Hälfte deiner Ideen liegt außerhalb der Apps, die dafür gedacht wären.
Was eine gemerkte Tour wirklich braucht
Die Tourenplaner liefern Track und Profil. Diese fünf Angaben liefern sie nicht, und genau die entscheiden, ob ihr die Tour tatsächlich geht.
Gehzeit und Höhenmeter, nicht nur Kilometer
Zwölf Kilometer können zweieinhalb Stunden oder sechs sein. Die Höhenmeter entscheiden, nicht die Länge. Wer nur die Distanz merkt, plant regelmäßig zu knapp.
Wie ihr zum Startpunkt kommt
Der häufigste Grund, warum eine gespeicherte Tour nie gegangen wird. Viele schöne Runden starten dort, wo an Sonntagen zwei Busse fahren. Einmal nachschauen und dazuschreiben.
Ob es eine Einkehr gibt und wann sie zumacht
Hütten haben Ruhetage und Saisonzeiten, und beides steht selten in der Tourenbeschreibung. Eine Tour ohne Einkehr ist keine schlechtere Tour, aber sie braucht andere Rucksackplanung.
Die Jahreszeit, in der es geht
Viele Touren sind von November bis Mai schlicht nicht machbar. Wer das beim Speichern notiert, sortiert im Frühjahr in zwei Minuten aus, statt jede Tour einzeln nachzuschlagen.
Wer die Tour empfohlen hat
Bei Wanderungen wichtiger als anderswo, weil Schwierigkeitsangaben subjektiv sind. „Mittel“ von jemandem, der jedes Wochenende geht, ist etwas anderes als „mittel“ vom Portal.
Wo Touren typischerweise liegen bleiben
In der Collection der Planer-App
Gut sortiert und komplett unsichtbar, sobald du in einer anderen App bist. Wer zwei Planer nutzt, hat zwei Sammlungen, die nichts voneinander wissen.
Als Screenshot in der Fotogalerie
Der Klassiker für Hüttenzettel, Fahrpläne und Tourenbeschreibungen aus Zeitschriften. Findet man nur wieder, wenn man sich an den Monat erinnert.
Im Gruppenchat vom letzten Sommer
„Die hier wollten wir mal machen“ plus Link. Zwei Wochen später ist die Nachricht 300 Nachrichten weiter oben und praktisch nicht mehr existent.
Als offener Tab, seit Monaten
Der Zeitungsartikel über die neue Route. Er ist nicht weg, aber du machst ihn auch nie zu, und beim nächsten Neustart des Handys ist er es dann doch.
Die Arbeitsteilung, die sich in der Praxis bewährt
Es gibt eine einfache Regel, die das Durcheinander auflöst: Der Tourenplaner ist für die Tour, die ihr geht. Alles, was ihr vielleicht mal gehen wollt, gehört woanders hin.
Konkret heißt das: Sobald eine Tour konkret wird, legst du sie in Komoot oder Outdooractive an, lädst die Offlinekarte und hast Track, Profil und Navigation. Solange sie nur eine Idee ist, hat sie in der Planer-App nichts verloren, weil sie dort zwischen fünfzig anderen liegt und du sie nur findest, wenn du ohnehin schon in dieser App bist.
Die Ideenebene braucht deshalb einen eigenen Ort, an dem der Screenshot vom Hüttenzettel neben dem Reel und der Nachricht deiner Schwester liegen darf. Genau dafür haben wir Swiva gebaut: Du teilst alles dort hinein, schreibst Gehzeit, Anfahrt und Saison dazu, und wenn ein Wochenende frei ist, gehst du die Liste durch statt vier Apps.
Vier Sammlungen, die einen Wandersommer tragen
Feierabendrunden unter zwei Stunden
Die meistgenutzte Kategorie und die, die am seltensten gepflegt wird. Erreichbar ohne Planung, ideal für den ersten warmen Abend im April.
Tagestouren mit Einkehr
Vier bis sechs Stunden plus Hütte. Hier lohnt es sich, Ruhetag und Saison direkt dazuzuschreiben, weil beides die Tour kippen kann.
Touren für schlechtes Wetter
Waldwege statt Grate, tiefer statt höher. Wer diese Kategorie hat, sagt einen Samstag seltener ab.
Die zwei, drei großen für die Saison
Mehrtagestour, Hüttenübernachtung, weite Anreise. Höchstens drei, sonst verdrängen sie in der Liste alles, was ihr tatsächlich am nächsten Sonntag machen könntet.
Kurz noch geklärt
Soll ich Komoot oder Outdooractive nutzen?
Für Planung und Navigation ist beides gut, und die Wahl hängt eher von der Region und deinen Freunden ab als von den Funktionen. Für das Sammeln von Ideen sind beide gleich ungeeignet, weil dort nur Touren hineinpassen und keine Screenshots oder Chatnachrichten.
Wie merke ich mir eine Tour aus einem Instagram Reel?
Über das Teilen Menü, und mit einem Satz dazu. Das Reel selbst nennt selten Gehzeit, Startpunkt oder Saison. Wenn du diese Angaben beim Speichern ergänzt, ist die Tour später planbar statt nur schön.
Wie schätze ich die Gehzeit einer Tour realistisch ein?
Über die Höhenmeter, nicht über die Kilometer. Als grobe Orientierung gilt im Bergsport, dass Aufstiegshöhe und Distanz getrennt gerechnet und dann zusammengeführt werden. Alpenvereine veröffentlichen dazu ausführliche Planungshilfen.
Was mache ich mit Screenshots von Hüttenzetteln und Fahrplänen?
Aus der Galerie herausholen, sonst findest du sie nie wieder. Ein Screenshot ohne Kontext ist in drei Monaten ein Bild von Text. Mit zwei Wörtern dazu wird er zu einer Information.
Brauche ich dann eine App mehr?
Für die Tour selbst nicht, da bleibt dein Planer. Für die Ebene darüber schon, weil Reels, Screenshots und Empfehlungen dort nicht hineinpassen. In Swiva liegen sie nebeneinander, und die konkrete Tour legst du danach ganz normal in Komoot an.
Deine nächste gute Idee darf bleiben.
Speicher sie in Swiva und greif darauf zurück, wenn du wirklich Zeit dafür hast.